Stadtspaziergang

Ab und an verlasse ich mal mein schönes Nest und fahre in die Innenstadt, obwohl es dort voll, laut und sonstwas ist – aber ich kann ja nicht immer nur aus anderen Blogs erfahren, wie weit die Baufortschritte in der Innenstadt sind. Am Schloss tut sich ja wirklich gewaltig was. Wenn ihr mich fragt: „Ich hätte das Schloss nicht gebraucht!“

Vielleicht hätte man mit dem Geld Besseres, Sinnvolleres, Helfendes, Unterstützendes machen können – ich weiß, dass das Geld zu einem großen Teil aus privaten Sparstrümpfen und nicht aus dem gebeutelten Staatssäckel kommt. Und diese Mäzene wollen sich eben auf diese Weise unsterblich machen.

Die jetzt gezeigten Fotos sind Mitte August gemacht – wahrscheinlich ist der Bau inzwischen mächtig vorangeschritten. Soll er – ich werde den fertigen Neubau zeitig genug sehen.

Über die wunderschöne Schlossbrücke, die den Blick auf den Berliner Dom zeigt, schlendere ich in Richtung Baustelle.

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Die Baustelle ist wirklich nicht zu übersehen. Seht ihr hinter dem Kran die Schlosskuppel?

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Kuppel pur:

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Und dann war ich in der begleitenden Schlossneubau-Ausstellung, die wohl hauptsächlich dazu dient, Leute zum Spenden zu überreden. Bei mir haben sie es nicht geschafft, aber die Stadtmodelle fand ich hervorragend.

In der Galerie bitte auf ein Foto klicken, dann kann man sich die einzelnen Fotos in größer ansehen.

Nudeltafel

„Tafeln“ sind eine wunderbare Einrichtung, weil auf diese Weise Lebensmittel erhalten bleiben und Bedürftigen gegeben werden. Sonst würden sie im Abfall landen, weil Restaurants in der Regel nichts mehr am nächsten Tag verwenden dürfen. – Manchmal denke ich, wenn die hochzivilisierten Länder nicht so pingelig wären, könnten mehr Leute leben und satt werden.

Das war der ernste Teil. Jetzt der andere. Ich habe in meiner Wohnung auch eine hungrige Bande, aber die ist zum Glück ziemlich bescheiden. Wenn ich denen ein Glas (lila) Nudeln ungekocht anbiete, sind die wochenlang glücklich. 

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Die Nudeln sind ungekocht auch viel besser, denn dann haben sie wenigstens noch Farbe. Beim Kochen geben Sie ihre schöne lila Farbe an das Kochwasser ab.

Aber der Himmel kann auch anders …

… nicht nur friedlichen Sonnenuntergang,

sondern auch dräuende Gewitter. Da ich ja keine Angst davor habe, genieße ich dieses Himmelsschauspiel in drei Himmelsrichtungen – eben so wie das sehr oft stattfindende Feuerwerk. Immer wieder stelle ich fest, dass es wunderschön ist, ganz oben zu wohnen – nicht nur, weil mir niemand auf dem Kopf herum tanzt.

2409-wolkenDas Gewitter konnte ich nicht fotografieren – entweder wäre der Apparat nass geworden oder der Auslöser war nicht schnell genug oder ich zu unerfahren. – Egal, ihr kennt ja alle Blitze.

Diese Himmelsfarben allein …

… sind den Umzug wert gewesen. Sie machen auch viel von dem Straßenlärm mental wett – ich habe mich ziemlich gut an die Wohnung gewöhnt. Heute vor einem Jahr war alles eingepackt, auseinandergebaut, verstaut und ich habe gehofft und gebangt, dass am nächsten Morgen die richtig guten Umzugsleute vor der Tür stehen. Sie standen zwar, waren aber nicht richtig gut – aber auch das ist vorbei.

Jetzt ein Foto, das ich nenne: Impressionen à la Clara H.

2209-sonnenuntergangDa ich durch die drei Kraftwerkstürme immer an meine vorige Wohnung mit den sehr viel netteren Leuten erinnert werde, geben sich also auf meinem Balkon alt und neu die Hand.

Nicht vergessen …

doch nach drei Jahren ein wenig in den Hintergrund gerückt.

2009-todestag-haendeDie Hände (Nachbildung von Dürers betenden Händen) stehen jetzt bei mir – doch sie beten selten oder kaum

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2009-fb-kastanienherz-uroma

Die Arbeit in der Wohnung …

… ist wie ein Berg aus Schaumfestiger.

Hat er seine Schuldigkeit getan, dann ist er aus dem Gedächtnis. Vorher sitzt er wie ein (Riesen-)Tier auf meiner Hand und wartet darauf, dass einer die Arbeit macht.

1909-schaumfestigerberg

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