ClaraAugen streifen durch Jordanien – 7-1

Ohne Moscheebesuch kein Jordanienaufenthalt

Schon im anderen Blog versuchte ich zu erklären, wie wichtig die Religion des Islams für die Menschen in diesen Ländern ist. Das können wir hier in Europa kaum nachvollziehen.

Auch, wenn ein Land arm erscheint, die Moscheen machen einen prächtigen Eindruck und sie sind auch immer sehr zahlreich in einem Ort vertreten. Die Stimme des Muezzins muss von jedem Gläubigen (und Nichtgläubigen) gehört werden können.

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Meist weiß oder sandsteinfarbig, passen sie sich gut in die sonnige Umgebung ein. Das Minarett ist ein wesentlicher Bestandteil der Moschee. Inzwischen wird die Stimme elektronisch verstärkt – früher musste der Muezzin kraft seiner Stimmbänder zum Gebet aufrufen.

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Von innen sind sie geräumig und meist recht vornehm ausgestattet. Das obere Foto zeigt die weibliche Abteilung. Damit die Frauen die Männer nicht durch den Anblick ihres Körpers die Männer von der Andacht abhalten, werden sie auf den Frauenchor verbannt. Ein relativ blickdichtes Gitter soll sie verbergen.

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Von J.W. habe ich mir noch ein Foto geholt, was offenbar ein wenig Technik in der Moschee zeigt – genaueres weiß ich aber nicht.

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Die Lampen sind großflächig und kreisförmig angeordnet, vielleicht nicht unbedingt wunderschön zu nennen, sondern eher praktisch.

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… die Mosaike nicht mit großer Sorgfalt ausgeführt oder sie sind beschädigt. Vielleicht ist eine Moschee doch nicht so wohlhabend, wie sie wirken möchte.

0601-moscheebesuch-7Und hier noch eine der Besucherinnen aus der Reisegruppe aus Berlin, die in deutscher Zucht und Ordnung ihr „wallendes Haar“ bedeckte.

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17 Kommentare zu “ClaraAugen streifen durch Jordanien – 7-1

    • Hallo Reine, Berlin nötigt mich noch nicht zu solchen Zwangsverkleidungen, denn hier haben wir gerade mal 4 – 5 °, minus natürlich.
      Meine Kopfbedeckung muss einzigartig sein, da nämlich selbst kreiert.

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  1. Liebe Turban-Clara!
    Also mir gefallen die Palmen vor den Moscheen noch am besten. Die Architektur innen trifft nicht ganz meinen Geschmack, aber hast Du ja auch schon geschrieben, dass es ein wenig „billig“ aussieht.
    Obwohl ich jetzt vermutet hätte, dass es in den Moscheen recht kühl ist, sind ja doch ein paar kleine Ventilatoren erkennbar. Vermutlich sinnvoll, wenn man dicht an dicht sitzt …
    Der Turban steht Dir ausgezeichnet. Und man würde Dich dennoch immer als Clara identifizieren, die lila Brille ist ein eindeutiges Merkmal 🙂
    Ich grüße Dich ganz herzlich aus dem tiefen Schnee
    Mallybeau

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    • Es wird ja immer bunter mit dir, liebe Mallybeau, jetzt bin ich schon die TC, aber mir ist (fast) jede Rolle Recht, die du dir für mich ausdenkst.
      In Berlin gibt es immer wieder mal die Möglichkeit, eine von den großen Moscheen zu besuchen, ich glaube sogar auch zu Gebetszeiten. Doch wozu, ich würde eh nichts verstehen und so groß ist mein Interesse am Islam dann doch nicht.
      Bei der nächsten Aufnahme trage ich keine lila Brille – hurra, dann erkennst du mich nicht oder trotzdem, weil meine Augen so lila, nein, so blau sind.
      Tiefer Schnee???? Echt? Bei dir? Hier nicht, hier nur Krümelschnee.
      Traurig Clara

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  2. Das „gefällt mir“ gilt deinem Bericht, nicht deiner Verkleidung. Da bin ich in letzter Zeit etwas empfindlich geworden. Aber ich halte mich weiterhin in der Öffentlichkeit aus Politik und Religion raus.

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    • Liebe Ute, ich habe in beiden Texten versucht, dem Islam gerecht zu werden und ihn so darzustellen, wie er uns weitervermittelt wurde. Ich habe keinerlei Recht, mich über eine andere Religion zu erheben.
      Stimmt aber, gegen Burkas habe ich eine ausgesprochene Abneigung, nicht nur dort in dem Land – hier noch viel mehr. Ich bin nicht für sehr viele Verbote, aber hier auf unseren Straßen oder gar im öffentlichen Leben haben sie nach meiner Meinung nichts zu suchen. Vielleicht wäre ich sogar so intolerant, Kopftücher im gesamten öffentlichen Dienst (Schulen, Sprechstunden) nicht zu gestatten, sondern sie in den Privatbereich zu verschieben. Nach meiner Meinung dürfte es auch keine Kruzifixe in Klassenräumen geben. Eine Trennung von Kirche und Staat wäre mir ernster als das, was hier gemacht wird.

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    • Ach, liebe Myriade, zum Glück war meine (Zwangs-)Demozeit so ca. mit 18 zu Ende – da bin ich nicht mehr länger hingegangen zu den schulisch verordneten Maidemonstrationen. Diese Demos haben sogar meine Berufswahl beeinflusst. Ich wollte nach der Physiotherapeutenausbildung Medizinpädagogin werden. Meine Klassenleiterin hat mir das ausgeredet, weil ich mich garantiert nicht vor die Klasse gestellt hätte, um sie zur Maidemonstration aufzufordern.
      Das war nicht das politische System, dem ich gern gefolgt bin.
      Aber vom Prinzip her hast du Recht – vielleicht würden sie mich gleich wieder gehen lassen 🙂

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  3. Mir fallen grad keine Worte ein – außer, dass ich lieber nach Österreich fahre, lach. All diese Sachen kenne ich ähnlich vom Manne, der häufig arabische Länder besuchte (wohin ich nie wollte). Deine Eindrücke sind jetzt wieder etwas anders, und ich bedanke mich dafür (obwohl ich nie hinfahren würde).

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    • Liebe Sonja, mein „Hunger“ auf arabische und muslimische Länder ist jetzt auf jeden Fall auch gestillt – in diesem Leben nicht noch einmal.
      Die Schweiz oder die Tschechei bieten vielleicht andere, aber nicht solche Sachen.

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