Die „Jungfrau“ von der Fischerinsel

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In Stadtmitte im ehemaligen Ostberlin ist die wunderschöne Fischerinsel – schon deswegen wunderschön, weil ich 15 Jahre dort gewohnt habe. Ich habe schon bei Bloggerinnen gelesen, dass Hochhäuser von vornherein für hässlich erklärt wurden – zumindest war die Fragestellung so. Ich hätte mich kaum getraut zu schreiben: „Ihc finde es gut, wenn man darin eine schöne Wohnung hat, die man auch bezahlen kann. Nicht jeder hat das Glück, sich ohne Rücksicht auf finanzielle Gegebenheiten seinen Wohnraum aussuchen zu können.“

Genug, jetzt erst einmal Fotos von der Jungfernbrücke:

2505 Jungfernbrücke 94

Der Blick und die Spiegelung können mich fest begeistern.2505 Jungfernbrücke 97

Es gibt Tage, da finde ich diese Schlösser blöd. Nicht deswegen, weil ich nirgendwo eines zu hängen habe, sondern weil sie manchmal schlicht und ergreifend stören.2505 Jungfernbrücke 99

Schade, dass ich die Aufnahmen von früher nicht habe. Wir wohnten ja ca. 700 m Fußweg entfernt – und dieser Brücken-Halbkreis war „mit Kind gefüllt“ ein beliebtes Fotomotiv

13 thoughts on “Die „Jungfrau“ von der Fischerinsel

  1. Na ja … an jedem Schloss hingen – zumindest zum Zeitpunkt der Hinhängung – mindestens zwei glückliche Menschen. Das mildert doch bestimmt die Missstimmung darüber etwas, hm?! ;o) Wenn man das jetzt weiter führt, könnte es heißen „Mehr Haus, mehr Glück“ oder so. Ist ja auch was.

    Auf jeden Fall sind das schöne Fotos! ☺

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    • Ich warte auf den ersten, der auf die Idee kommt, an einer Stelle, die für ein kleines Schloss nicht greifbar ist, ein großes Fahrrad-Bügelschloss anzubringen, damit man an diesem dann die weiteren Schlösser anbringen kann.
      An Baudenkmälern wie der Schlossbrücke, der Weidendammbrücke und hier auch an der Jungfernbrücke und an vielen anderen Stellen würde ich ein Knack-Kommando anstellen, die diese Schlösser entfernt. Es gibt genügend Brücken, die durch die Schlösser interessanter werden – aber diese zählt definitiv nicht dazu – nach meiner Meinung jedenfalls.

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        • Du meinst, die Ehe hält besser oder länger, wenn die Brücke eine besondere ist? – Ich glaube, an der Weidendammbrücke (dicht neben dem S-Bahnhof Friedrichstraße) werden die Schlösser regelmäßig entfernt, sonst würde die Brücke zu schwer *grins*

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  2. Thema Hochhäuser ist ja so eine Sache. Verächtlich beäugt werden sie von denen, die sich schrottige Reihenhäuser gönnen (müssen, Status und quo und so). Die krähen dann nach Haltestellen, schnellerem Internet und wollen als erste den Schnee geräumt haben, am lauschigen Stadtrand, wo kein Hochhaus steht. Und natürlich 2 Autos. Und kein Polit_ Tünnes steht auf und erklärt, dass die Etagenwohner die echten ÖKOs sind. In der Energiebilanz. Nebenan, in Downtown Mülheim, da stehen ja auch 3 Klötze. Waren Renditeobjekte. Jede Wohnung hatte einen Eigentümer, der da nie einziehen wollte. Verfall- sittlich- hygienisch folgte. Große Restrukturierung folgte, „Concierge“ rein, Putzkolonne + Polizei in einem der 3 Gebäude mit Schwimmbad im Dach! Nun begehrter Wohnraum.
    Sag neulich noch in arte über Vancouver, wo der Wohnraum geologisch ja auch knapp ist, und alles hoch wird, wie günstig dort Sozialwohnungen selbst für ehedem Obdachlose in der teuersten Stadt Kanadas entstanden. War schwierig, aber die haben ja auch keinen Sarazzin und Müntefering und das weitere Pack. Gratiswohnungen in der Weltstadt. Warum? Weil Obdachlose teurer sind. Siehe aktuell Stockholm. Berlin ist auch fällig, nicht nur am 1. Mai. Gut, in Vancouver ist das Klima nicht nur politisch besser als im Hartz-Land.
    Wäre ich 1982 da geblieben, der Grundstückspreis am Rand hätte sich mittlerweile ver20facht. Und nie wäre ich vom Erlös wieder in das Land der Irren und Idioten retour gekommen. Bin ich aber nicht…..Volldepp eben.

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    • Ich sagte ja schon mal, dass ich nicht der Eigentumshaustyp bin. – Und hier in der Fischerinsel war es die 15 Jahre besser, sauberer und bewohnbarer als in meinem jetzigen 4-Etagen-Wohnhaus. Das steht nur so vor Dreck, alles ist oder geht kaputt und wird nicht repariert – aber der will die in Steglitz höchstmögliche Miete kassieren, ohne dafür groß was tun zu müssen.
      Ich wäre auch nicht der Auswanderertyp, auch wenn es hier ab und an beknackt ist – ich musste doch schon einmal auswandern, 1989 oder 90, das war zum Teil wirklich ein anderes Land, nur die Sprache verstand ich verbal, nicht unbedingt immer voll inhaltlich.

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  3. Ist das Pflaster unter den Straßenlaternen noch das alte- oder neu gemacht?
    Das mit den Schlössern ist ja hier noch relativ zahm….habe die an einer Brücke in Köln und an einer in Salzburg gesehen, booah. Wahnsinn. Woher kommt diese neue Mode, wer hat damit angefangen?
    Deine Fotos gefallen mir!

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    • Das ist ein ganz alter Brauch: Hochzeitspaare hängen am Tage ihrer Trauung ein Schloss an ein Brückengeländer o.ä. und schmeißen anschließend den Schlüssel ins Wasser, damit das Glück ewig halten möge. Klappt zwar fast nie aber einen Versuch ist es doch wert, hm?! ;o)

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    • Sonja, die Pflasteranfrage kann ich nur bedingt beantworten – aber es erscheint mir ziemlich alt, da sehr unregelmäßig.
      Du weißt doch, die Deutschen sind ein Volk von Nachahmern, Nachäffern und nicht-selbst-Denkern – viele jedenfalls. Ein Pärchen will heiraten, sieht irgendwo so ein Schloss hängen: „Oj ja, das machen wir auch!!!!“ – und dann gibt es den Schneeballeffekt.
      Danke!

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