Babelsberg und Griebnitzsee

Erst die Story, dann die Fotos:

Die Leute, die aus DDR-Zeiten ein Haus am Wasser in Griebnitzsee hatten, gekauft haben oder teuer nach der Wende erstanden, sind seit Jahren in einem erbitterten Streit mit der Stadtverwaltung. Es geht um den ungehinderten Durchgang für jedermann unten am Wasser entlang.

Die Hausbesitzer halten aber nichts von freiem Wegerecht für alle – sie meinen, ihr Grundstück geht durchgehend vom Haus über den Weg bis hinein ins Wasser.

Vorn auf einer Tafel der Gemeinde stand, dass im Sperrfall ein Umweg über Treppen möglich ist. Wie das aussah, zeige ich euch hier auf den Bildern.

24 Kommentare zu “Babelsberg und Griebnitzsee

  1. Bei uns ist so etwas nicht zugelassen.
    Es muss das Ufer für jedermann frei zugänglich sein.

    Mir scheint der Ausdruck Gierspießbürgertum passt gut..
    Das hat nichts mit Demokratie zu tun finde ich.

    Die Beamten haben vieleicht sogar etwas „unterm Tisch“ bekommen..

    Liebe Grüsse, Elke

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  2. Privatwuchs und Privattreppe scheinen davon zu zeugen, dass sich die jeweiligen Grundstücke nicht gerade über zu viel Frequention beschweren können, was?!

    Schöne Fotos; so richtig vom Wegesrand weg, sozusagen.

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    • Diese Treppe ist eine Irreführung der Leute. Vorn am Beginn des Weges steht, dass man bei Sperrung über Treppen auf den oberen Weg gelangt.
      Als ich das versuchte, stand ich oben an der versperrten Privattür und musste die Treppe wieder runter und den ganzen Weg zurück.
      Ich schicke dir gute Grüße und wünsche dir ein schönes Restwochenende.

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  3. Sachsens Kommunen brauchen Geld. Und so verkaufen sie auch Seegrundstücke. Das bringt eine Menge ein. Tja, und die Fußgänger? Den lässt man schon noch ein winziges Stück.
    Liebe Grüße von der Gudrun

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    • Gudrun, die Stadt hat tatsächlich alles verkauft und will jetzt die strittigen Quadratmeter Weg und Uferböschung für einen Appel und ein Ei zurückkaufen von den Hauseigentümern. Irgend etwas ist da gründlich schief gelaufen.

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  4. So viel ich weiß, ist das am Bodensee inzwischen verboten. Es m u s s das Ufer frei zugänglich sein. Das finde ich als Spaziergänger auch sehr gut. Allerdings weiß ich nicht, wie ich reagieren würde, wenn mir so ein Seegrundstück gehören würde 🙂

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    • Die meisten der Leute wohnen schon „ewig“ in den Häusern und kannten es bis zur Wende gar nicht anders. Da das Gelände zum See sehr stark abfällt, hat man wirklich nicht das Gefühl, dass Weg und Ufer zum Grundstück gehören.

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    • Sonja, GENAU!!!! Das ist der Ausdruck, der es wunderbar trifft. Es kommt mir so vor, dass jetzt Leute, die einen stattlichen und auch sehr ansehnlichen Besitz ihr Eigen nennen dürfen, ihre Macht auch demonstrieren wollen.
      Morgengruß von Clara

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  5. Irgendwie kann ich die Hausbesitzer ja verstehen. Aber, solche Seen sollten auch für alle allgemein zugänglich sein … schwierige Kiste … vielleicht bekommen sie das ja noch mal auf die Reihe! Hab gerade mal nachgelesen bei Mr. G. und bin der Meinung, wenn es Jahrzehnte ein öffentlicher Weg (eben zu DDR-Zeiten und nach der Maueröffnung) dann können die Eigentümer doch nicht plötzlich (2009) den öffentlichen Weg als ihr „Eigentum“ deklarieren!!! *grübel*

    Ich bin gespannt ob die zuständigen Behörden das hin bekommen!

    Liebe Grüße
    Lucie 🙂

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    • Lucie, mich betrifft es ja gar nicht, ob ich oben lang gehen muss oder unten lang gehen darf– aber ich kann die Hauseigentümer so gar überhaupt nicht verstehen. Alle, wirklich alle hatten ihren Zaun oberhalb des Weges gezogen, denn nur das sah wie ihr Grundstück aus. Der Weg und das Stück schräge Uferböschung sollten nicht zwangsläufig dazu gerechnet werden. Das Stück Straße vor meinem Haus muss ich zwar fegen, streuen und schippen, aber dennoch gehört es den Hausbesitzern nicht. Und hier sehe ich das ähnlich – vielleicht nicht, dass sie es säubern und schneefrei halten müssen, aber warum soll es ihnen gehören. – Irgendwelche blöden Beamten haben es ihnen wohl nach der Wende mit angerechnet – und dann ging der Kampf los.
      Solche Beispiele sind für mich die Nachteile der Demokratie. – Liebe Grüße zu dir!

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  6. Pingback: Babelsberg und Griebnitzsee … « Claras Allerleiweltsgedanken

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